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Was "Ehe für alle" wirklich bedeutet

Was „Ehe für Alle“ wirklich bedeutet

Stefan Hummel<br>Vorstand SPD Mering Stefan Hummel
Vorstand SPD Mering
„Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.“ Diese Regelung wird in wenigen Monaten endlich in Kraft treten. Was bedeutet das für uns als zwei Männer, die seit einem guten Jahr verpartnert sind? Im Alltag nicht viel. Wir leben zusammen, haben ein Haus, gehen in die Arbeit, schlafen zusammen ein. Daran ändert sich nichts. Wir sprechen voneinander auch als von „meinem Mann“. Nicht einmal daran ändert sich etwas. Auf den ersten Blick stimmt das. Auf den zweiten Blick ändert sich sehr viel. Denn wenn einer von uns sagt „mein Mann“ macht dies oder jenes, so ist das natürlich nicht richtig. Der Lebenspartner macht alle diese Sachen, das wäre der korrekte Ausdruck. Aber wer sagt sowas schon? Überkorrekte Menschen? Das klingt wie „Lebensabschnittsgefährte“, oder „Partner“, eben die Kombination dieser beiden eher unverbindlichen Begriffe. Dieser Zustand wird nun beendet und in Zukunft wird dann die Vorstellung meines Mannes korrekt die Vorstellung meines Ehemannes sein. Die sprachliche Diskriminierung wird nun beendet.
 
In Zukunft gibt es keine Eheleute oder am Ende des Lebens Witwer auf der einen Seite und Lebenspartner und Partnerhinterbliebene auf der anderen Seite. Die Menschen werden gleichbehandelt. Musste wirklich so viel Zeit vergehen, dass dieser Zustand erreicht werden kann? Wir sind der Meinung: Nein!  

Wenn wir heute hören, dass die CDU/CSU natürlich für Gleichbehandlung aller Menschen ist, aber eben nicht in Form einer „Ehe für Alle“. Nicht indem die Ehe für zwei Menschen, egal welchen Geschlechts offenstehen soll, sondern eben anders. Nicht indem das Gesetz ganz am Ende der Legislaturperiode, sondern irgendwann (am besten nicht vor einer Wahl) verabschiedet wird, dann ist das unglaubwürdig. Seit 2009 musste dasBundesverfassungsgericht den Gesetzgeber zwingen, die Diskriminierung in kleinen Schritten abzubauen. Uns beide freut es wirklich, dass diesmal die Mehrheit des Bundestages, über bestehende Fraktionsgrenzen hinweg, aus freien Stücken nun den letzten Schritt unternommen haben.

Gerade die CSU beklagt, dass gegen Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes verstoßen wird. Danach steht die Ehe unter dem besonderen Schutz des Staates. Die Pflicht des Staates die Ehe besonders schützen zu müssen, begründet aber keinen Anspruch auf Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften.  

Wir wünschen uns, dass alle Menschen froh sind, wenn nun der Staat hetero- und homosexuellen Menschen die Möglichkeit einräumt, gemeinsam zu den gleichen Bedingungen glücklich zu werden.  

Stefan & Florian Hummel